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Private Shopping (III): Schlüsselfaktor Logistik

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Eine neue Private Shopping Seite zu bauen, dauert einige wenige Tage.

Die Mitgliederzahlen hochzudrehen, ist – übertrieben gesagt – nur eine Frage des Budgets.

Die Kontakte zu den Markeninhabern und Händlern, die am Anfang so entscheidend sind, um die großen Marken auf der Seite zu haben, können schnell aufgebaut werden.

Aber ab einer bestimmten Größe, vielleicht 4.000 bis 5.000 Auslieferungen pro Tag, kommt die Logistik ins Spiel. Dabei kann man die Logistik für Private Shopping folgendermaßen definieren:

1. Eingangslogistik – wenn die Waren vom Lieferanten ankommen und die Warenannahme durchgeführt wird.
2. Sortierung – wenn die Waren nach Farben, Größen und anderen Merkmalen sortiert werden
3. Ausgangslogistik – wenn das Private Shopping Unternehmen die einzelnen Bestellungen in die Versandboxen (meistens mit eigenem Logo versehen) verpackt und versendet
4. Retouren – wenn die Waren zurückkommen

Über jeden Bereich könnte man separat sicherlich Bücher verfassen. Durch die ständig neuen Sortimente ist immer Druck auf dem System und alle Clubs haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen: So zum Beispiel kommen in der Mehrheit die Waren unvollständig vom Lieferanten an: Was tun wenn statt der bestellten 3.000 Artikel nur 2.800 Artikel kommen? Oder 200 falsche Artikel angeliefert werden? Was tun wenn die Artikel ohne Barcodes angeliefert werden? Für alles gibt es natürlich Lösungen und sie gehören zum Alltag von Private Shopping Clubs.

Ein anderer wichtiger Bereich sind die Retouren. In einigen Ländern liegen die Retourenquoten hoch (Deutschland als klassisches Versandhandelsland dürfte mit bis zu 20% an der Spitze liegen), in anderen Ländern liegen sie niedriger. Egal wie hoch die Retourenquoten sind, entscheidend ist der Umgang mit den Retouren. Kann man sie an die Lieferanten zurückgeben? Wenn nicht, hat man Zweitverwertungsrechte? Langfristig wird jedes Private Shopping Unternehmen, welches die Retouren vernachlässigt, in Probleme reingeraten.

Diejenigen Shopping Clubs, die im Bereich Logistik Kapazitäten aufbauen, bilden meines Erachtens nach den besten und langfristigsten Schutz vor Wettbewerbern. Der Aufbau von Kapazitäten bildet die höchste Markteintrittsbarriere und mit der gehörigen Portion Automatisierung auch einen signifikanten Beitrag für langfristige Kundenzufriedenheit. Ich erinnere mich an meine erste Bestellung von Vente Privee – es dauerte 3 Wochen bis die Bestellung bei mir war. Diese Erfahrung hielt mich lange Zeit davon ab wieder zu bestellen. Ich tat es erst wieder als ich eine Lieblingsmarke von mir mit einem 70% Discount entdeckte.

Durch hohe Investments in die Logistik – in alle oben genannten Bereiche – kann die Fehlerquote reduziert werden und Liefergeschwindigkeit aufgebaut werden. Ziel alle Private Shopping Clubs muss es sein innerhalb 7 Werkstagen zu liefern. Alles andere wird neuen Formaten den Weg ebnen.

Wir werden in den nächsten Jahren sehen, dass der wesentliche Teil der großen Finanzierungsrunden bei Private Shopping Clubs in die Logistik gehen wird. Langfristig wird sich hier die Spreu vom Weizen trennen.

3 Responses
  • philip
    Mayıs 20, 2010

    >Ziel alle Private Shopping Clubs muss es sein innerhalb 7 Werkstagen zu liefern. Alles andere wird neuen Formaten den Weg ebnen.

    sehe ich auch so, erklärt auch teure Inis wie “Sofort verfügbar” von PoshPosh
    http://www.poshposh.de/ueber-poshposh/; gar nicht so leicht bei täglich wechselnden und heterogenen Produkten.

    Lieferzeit und Kundenzufriedenheit mit der Retourenabwicklung (im Kern: gute Logistik) bieten die Chance zur Differenzierung – katastrophal derzeit bei Vente-Privée/DE, hier wird der Retourenaufkleber nach online Retouren-Flow ein paar Tage später per Post (!) zugeschickt- unter Zeitdruck getätigte Impuls(fehl-)käufe stehen ein, zwei Wochen als ärgerliche Pakete im Flur, die Verrechnung erfolgt mithin nach Wochen. Will man nicht – oder: die Brands müssen schon herausragend oder die angebotenen Discounts arg hoch sein, um all diesen Hassle “in Kauf zu nehmen”.

  • SERTAÇ
    Temmuz 11, 2010

    poshposh liefert in der Tat nach einem Werktag – ich habe es ausprobiert. Aber ich denke das können die nur halten, solange sie relativ klein sind und wenig Angebote haben. Spätestens wenn die soviele Aktionen wie b4f & Co. haben, ist das logistisch ohne Mehrkosten nicht mehr zu bewältigen. Der Laden liefert ja grundsätzlich versandkostenfrei – das ist kaum finnanzierbar.

    VP ist in der Tat katastrophal. Ich finde aber die mittlerweile viel zu lange Lieferzeit aber schlimmer als das Retourmanagement.

  • faddists
    Kasım 12, 2012

    Good task publishing this posting. I’d like to learn more on this matter.